BLACK FRIDAY - High Noon für Onlineshops

BLACK FRIDAY - High Noon für Onlineshops

Black Friday! Vor wenigen Jahren konnten mit diesem Tag die wenigsten deutschen Händler und Kunden etwas anfangen. Heute ist der Black Friday auch in Deutschland und Europa einer der umsatzstarken Tage im Jahr, und das kurz vor dem großen Weihnachtsgeschäft.

Black Friday in Deutschland aktuell

Das erste Mal gab es den Black Friday 2006 in Deutschland. Apple "feierte" mit seinen Kunden und brachte Schnäppchen unters Volk, wie in den USA üblich und soweit das bei Apple eben geht.

Nach und nachzogen auch die großen Elektronikketten nach, Amazon sowieso, und bieten am Black Friday Schnäppchen an. Mittlerweile machen auch Onlineshops aus allen Sortimenten oder auch Reiseanbieter mit und locken mit großen Rabatten von teilweise 90% zum Shoppingrausch.

Black Friday in den USA

Seinen Ursprung und eine lange Tradition hat der Black Friday in den USA. Immer am Freitag nach Thanks Giving, dem amerikanischen Erntedankfest, locken die Geschäfte, egal ob Supermarkt oder Möbelhaus, mit satten Rabatten. Da die Amerikaner den Freitag nach Thanks Giving gern als Brückentag frei machen bzw. offiziell frei haben, bilden sich schon früh morgens lange Schlangen vor den Geschäften.

Dieser freie Tag ist sicher der große Vorteil für den amerikanischen Handel, denn in Deutschland bzw. in Europa ist dieser Tag in der Regel ein ganz normaler Arbeitstag. Nichts desto trotz klingen die Kassen der Händler auch hier etwas mehr, denn insbesondere im Onlinehandel wird der Black Friday auch bei uns zelebriert.

Wann ist Black Friday?

In diesem Jahr, also 2017, ist der Black Friday am 24.November. Das ist ein Freitag :-D.
Für die Planung: 2018 ist es der 23.November. Auch wieder ein Freitag. :-D.

Black Friday nutzen, aber wie

Kunden wollen Rabatte, Sonderaktionen und sparen. Im Onlineshop sowieso immer, an diesem Tag aber besonders. Wie können Sie diesen Tag auch in Ihrem Shop zu einem Umsatzknallertag werden lassen. Wir haben ein paar Tipps zusammengetragen.

Wichtiger Hinweis

Back Friday ist als Wortmarke beim Deutschen Patent- und Markenamt in München eingetragen. Inhaber der Marke ist die Super Union Holdings Ltd. mit Sitz in Hong Kong. In Deutschland hat die Black Friday GmbH die exklusiven Nutzungsrechte für die Marke.

Ob sich ein allgemeiner Begriff wie "Black Friday" als Marke schützen lässt, darüber sind Rechtsexperten, wie auf einigen seriösen Internetseiten zu lesen ist, eher skeptisch (siehe z.B. hier oder auch hier. Aktuell ist "Black Friday" aber eine Marke und Sie sollten bei Ihrer Werbung ggf. auf diesen Begriff verzichten, um Abmahnungen vorzubeugen.

Das ändert aber nichts an der Tatsache, das Sie diesen "Schwarzen Freitag" für Ihr Geschäft nutzen können. Sowohl Rabatte, die Farbe schwarz oder auch der Begriff "Freitag" stehen Ihnen jederzeit frei. Auch Aktionen wie "Cyber Weekend" zielen auf den Black friday ab, umgehen aber den Begriff.

Alternativ können Sie auch eine offizielle Zusammenarbeit mit der Black Friday GmbH anstreben und den Begriff "Black Friday" dann ggf. auch nutzen.

1. Promotion ist (fast) alles!

Klingt total abgedroschen, ist aber immernoch das A und O. Machen Sie auf Ihre Black Friday - Angebote aufmerksam, und mit ordentlich Vorlauf. Schon 2 Woche vorher können Teaser im Shop eingebunden, können die Kunden im Newsletter "angefixt" werden. Apropos Newsletter: In den Tagen/ Wochen vor dem Black Friday können Shopbesucher intensiv auf den Newsletter aufmerksam gemacht werden, mit dem Hinweis, so rechtzeitig auf die Aktionen und Rabatte hingewiesen zu werden oder exklusive Angebote zu bekommen. So wächst der Verteiler weiter an, auch für Aktionen nach dem Black Friday.
Und selbstverständlich sollten Sie auch auf Ihren Seiten und Gruppen in den sozialen Medien für Ihre Black Friday-Aktionen werben. Eine "Black Friday" - Kategorie im Shop, in der nur die Angebote gelistet sind hilft bei der Werbung. So können alle Promo- und Werbemassnahmen direkt zu den Angeboten gelinkt werden.

2. Kenne deine Topseller - und deine Ladenhüter

Ok, die Topseller in Ihrem Sortiment kennen Sie bestimmt. Aber wie sieht es mit den Produkten aus der 2,3 oder letzten Reihe aus? Warum gehen diese nicht, wie gewünscht?

TIPP: Mit dem SCR in den Statistiken im ShopCockpit finden Sie einfach Ihre Top- und Flopprodukte. Und die auf denen nur geklickt wird oder oder oder...
Testen Sie doch in den Black Friday - Aktionen einmal eine Mix. Platzieren Sie ein paar "Ladenhüter" prominent neben Ihren Topsellern. Und geben auf diese Ladenhüter sichtbar mehr Rabatt als auf die Topseller, am besten in großen roten Badgets! Prominent platziert und herausgestellt sollten da doch etliche Sales laufen. Und wenn nicht, dann scheinen diese Produkte wohl wirklich niemanden zu überzeugen. Auslisten!

3. Mache Bundles

Macht vielleicht etwas mehr Arbeit, die sich aber lohnen kann! Denn mit Bundles können Sie diverse Effekte erzielen. Sie kommen aus der direkten Vergleichbarkeit. Sie können größere absolute Rabatte bewerben ("Sparen Sie im Set 99€!") und können mit einem Bundle aus Topsellern und Langsamdrehern diese etwas schneller aus dem Lager bringen. Kreativität bringt hier Umsatz!

4. Nutze Black Friday - Portale

Ein paar davon gibt es schon, die speziell für diesen Tag im Netz sind und über eine teils große Fangemeinde und viele Newsletterempfänger verfügen. Unter anderem gehören black-friday.de oder blackfridaysale.de dazu. Und auch die Couponingportale bieten spezielle Black Friday - Seiten. Mit blackfridaysale.de haben wir dann auch das Portal der Black Friday GmbH, die die exklusiven Markenrechte für Deutschland hat. Auf beiden Portalen können Marketingpakete gebucht werden bzw. Affiliatepartnerschaften geschlossen werden.

5. Vollgas in Preisvergleichen und auf Marktplätzen

Natürlich sind auch Preissuchmaschinen wie Google Shopping, idealo oder billiger.de an diesem Tage stark frequentiert, denn diese sind meist erste Anlaufstelle für Onlineshopper auf der Jagd nach Schnäppchen. Das gilt natürlich auch für die Onlinemarktplätze wie amazon, ebay, real.de oder lenando. Schauen Sie also, das Sie bestmöglich aufgestellt sind, alle Aktionen und Angebote rechtzeitig eingestellt sind und ggf. mit Promotexten auf die Black Friday-Aktion hingewiesen wird.

TIPP: Mit dem ShopCockpit erstellen Sie ganz einfach Platzhalter für Promotexte für Ihre Datenfeeds, die Sie zeitlich steuern können. Aktion vorbei - Promotext offline.
P.S. Neben den großen Portalen gibt es noch viele weitere Preisvergleiche und Marktplätze. Viele davon liefern den Shops konstant Sales. Teste Sie doch auch einmal die 2. oder 3. Reihe auf dem Markt, es können positive Überraschungen für Sie dabei sein. Eine Übersicht finden Sie hier.

6. Verlängere den Black Friday mit Gutscheinen

Vielleicht eine Aktion zum Nachfassen, eventuell in Verbindung mit dem Newsletter um neue Abonnenten zu gewinnen. Für 1,2 Tage nach dem Black Friday nochmal mit Teasern und in den sozialen Medien auf die vielleicht verpassten Chancen hinweisen und als Trostplaster einen After-Black-Friday-Gutschein für die Anmeldung zum Newsletter anbieten.

7. Promote deinen Newsletter

Was hat das mit dem Verkauf am Black Friday zu tun? Jetzt ersteinmal nichts. Aber wenn Sie schon ordentlich Besucher in Ihrem Shop haben, dank all Ihrer Aktionen und Promotionen zum Black Friday, dann lassen sich doch einige diese neuen Besucher mit etwas Geschick zu Newsletterabonnenten machen. Und sind so für Ihre nächsten Aktionen (Stichwort Weihnachtsgeschäft) sehr gut erreichen. Ein großer und qualifizierter E-Mail-Verteiler ist immernoch ein Trumpf im Marketingmix.

Zusatztipp (danke Marco Steinhäuser): Ist dein Server vorbereitet?

Nicht nur die Marketingabteilung sollte dieses Event gut planen, auch die Technik muss vorbereitet sein, um eventuelle Lastspitzen meistern zu können. Ein Shop der unter dem Ansturm zusammenbricht macht dann alle Vorbereitungen des Marketings und des Einkaufs zunichte. Schauen Sie also, ob der Server einem deutlichen Mehr an Besuchern gewachsen ist.

Fazit: Der 24.November 2017 kann ein echter Umsatzkracher werden

Soweit unsere 7 Tipps. Diese kleine Liste soll eher Denkanstoss sein, als das wir behaupten, sie ist das Non plus ultra! Starten Sie mit Ideen und kreativen Aktionen in diesen Black Friday (oder wie immer Sie Ihre Aktion nennen) und lassen Sie Ihre Umsatzkurve steil steigen. Denn darum geht es ja, bei diesen "Feiertagen". Solange die Kunden darauf mit Freude reagieren und die Euros etwas lockerer sitzen, sollten wir als Händler diese Stimmung nutzen und den Kunden diesen Tag mit tollen Angeboten und nettem Service versüßen.

Ronny Wangelin ist Gründer und Entwickler des ShopCockpit und Geschäftsführer der ShopCockpit UG. Seit 2000 im eCommerce aktiv mit eigenem Shop, später zusammen mit Alexander Hupe mit eigener eCommerce-Agentur. Das Onlinemarketing für Onlineshops und hier speziell das Produktmarketing in Preisvergleichen und auf Marktplätzen, dafür ist Ronny Ihr Experte.